Führung heißt: Der andere ist Experte

von Sonja Radatz

 

Trendbuch
 

Wer ein Leben lang ein bestimmtes Führungsverständnis praktiziert hat, der tut sich schwer, nachhaltig damit aufzuhören.

Da mag das Bisherige noch so wenig funktionieren, also zum Erfolg führen; und da mag der neue Weg noch so attraktiv sein – die Betroffenen neigen immer wieder dazu, in „alte Muster“ zurück zu fallen.  Konsequenz – so lautet hier das Zauberwort. Wer sie nachhaltig und mit Nachdruck anwendet, der kommt zum Erfolg; das ist meine tägliche Erfahrung.

1. Hören Sie auf, Ihren Mitarbeitern zu „helfen“!

Immer wieder kommen Führungskräfte zu Beginn meiner Coaching-Begleitung in Versuchung, ihren Direct Reports, die ja selbst Führungskräfte sind, zu helfen, wenn diese drohten, ihre Ergebnisse zu verfehlen. Und dann kommen irgendwann Aussagen wie diese: „Ich habe nun an allen Osterfeiertagen das eingeholt, was einer meiner Gebietsleiter versäumt hat. Ich konnte mich kaum noch im Spiegel erkennen, so weit entfernt war ich an diesen 4 Tagen von meinem persönlichen Rahmen und meinem Optimalszenario. Und das nur, weil dieser Gebietsleiter bereits seinen Urlaub gebucht hatte, und dabei nicht an die naheliegende Eventualität gedacht hatte, dass sein Plan – sein eigener Plan! – auch nicht aufgehen könnte. Nein, das mache ich bestimmt nicht mehr.“

Meine Erfahrung ist: Erst wenn sie eine solche Erfahrung bewusst wahrnehmen, beginnen Führungskräfte, sich tatsächlich ernsthaft damit zu beschäftigen, wie sie ihre Gebietsleiter mit Tools und Planungsbegleitung in ihre Selbständigkeit bringen können. Das klappt natürlich dann auch ausgezeichnet – aber es braucht meiner Erfahrung nach diesen Schritt des Loslassens. Denn erst dadurch werden die Direct Reports gezwungen, selbständig und strategisch zu denken.

 

2. Nutzen Sie Ihre Zeit schon optimal?

Man könnte meinen, es würde reichen, die maximale Arbeitszeit mit 30 Wochenstunden einfach festzulegen, und nach Ablauf der Zeit jeden Tag nach Hause zu gehen – so wie Sie ja auch pünktlich vom Büro weggehen, wenn sie einen Abendtermin mit einem Kunden haben. Leider erlebe ich das häufig anders: Die Freizeit lässt sich leichter „verringern“…

Und viele Führungskräfte wollen mit aller Kraft ihren Kalender neu gestalten. Wenn wir allerdings versuchen, die gleichen Prozesse in ein neues Zeitschema zu pressen, merken wir recht bald, dass sich das nicht machen lässt – so meine Erfahrung.

Die meisten Führungskräfte planen viel zu wenig Zeit für die Führung ein und versuchen, die Gespräche  mit ihren Mitarbeitern stets auf ein Minimum „zusammenzupappen“. Und es „bleibt ihnen einfach keine Zeit, um die 5 Stunden strategische Arbeit pro Woche einzuplanen und umzusetzen“.

 

Und wie ist das bei Ihnen?

 

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