Strategie zu basteln ist nicht schwer… sie durchzuhalten dagegen sehr!

vom 20. September 2013

Der Herbst zieht ins Land und mit ihm wie alle Jahre wieder die Strategie- und Budgetgestaltung für das kommende Jahr. Da werden schon mal gut und gern 2 oder 3 Tage Klausur investiert, harte Arbeit geleistet und sogar hin und wieder mal ein kreativer Gedanke gewagt.
Und dann? Gehen alle davon aus, dass die „Strategie nun gelebt wird“. Schließlich hat man ja lange genug darüber nachgedacht und entsprechende Budgets dazu gestaltet.
20 9 2013
© Petra Bork/ pixelio.de, www.pixelio.de

Strategie nicht gelebt, heißt: Ergebnisse nicht erzielt.

Weit gefehlt, ist meine Erfahrung: Fast alle großen Unternehmen, die ich gut kenne, haben eine tolle Strategiepapiere, tolle Budgets und tolle AOP Pläne. Aber sie werden nicht erfüllt. Es ist nun mal leichter, etwas nieder zu schreiben als es jeden Tag zu leben – trotz aller Widrigkeiten, die im Alltag unweigerlich auf uns zukommen. Und genau hier orte ich noch ein zweites Problem:
Nicht nur, dass sich mittlerweile die Führungsetagen schon daran gewöhnt zu haben scheinen, die Ergebnisse ohnehin nie und nimmer zu erreichen – diese Nichterreichung wird meist auch nur konstatiert, aber nicht zur Grundlage eines echten Turnarounds. Was Sie maximal bekommen: Ein „Strengen Sie sich mehr an und pushen Sie Ihre Leute! Jetzt brauchen wir Zahlen!“


Unternehmensbegleitung: Leben des Erfolgs statt „Warten auf Godot“

Mein Fazit daraus: Wir haben uns die Fokusverschiebung in Richtung Unternehmensbegleitung tatsächlich verdient. Was bedeutet: Natürlich halte ich es für wichtig, immer wieder ein neues gemeinsames Bild der optimalen Zukunft zu entwickeln. Aber das Bild zu „haben“ alleine nützt nichts – sondern es geht stets darum, das Bild zu leben – trotz aller widrigen Alltagsumstände, einbrechender Märkte, unzufriedener Kunden, Lieferschwierigkeiten, neuer Mitbewerber oder Kündigungen.
In der Unternehmensbegleitung arbeiten wir immer entlang des Optimalszenarios und arbeiten vorwärts („Was können Sie im kommenden Monat, in der kommenden Woche, heute, in den nächsten Stunden dazu tun, um mit dem Optimalbild Ihre geforderten Ergebnisse zu erreichen?“) wie auch rückwärts („Was sollten wir anders tun?“, „Welche anderen Konzepte brauchen wir?“, „Wo ist uns etwas schon sehr gut gelungen, das wir verstärken und ausbauen sollten?“) laufend daran, das gemeinsame Optimalbild als Mittel zum Zweck der Ergebniserzielung zu leben.
Dabei bedient sich die Unternehmensentwicklung denkbar einfacher Tools; die harte Arbeit besteht insbesondere darin, „gnadenlos und stetig am Punkt zu bleiben“, wie mir gerade erst vor Kurzem der CEO eines Industrieunternehmens rückmeldete.

Ist Unternehmensbegleitung auch intern machbar?

Und genau das ist unternehmensintern häufig nur schlecht darstellbar: Denn es wird nicht nur extern begleiteten Meetings mehr Bedeutung beigemessen; auch die Fragen, die wir als „externe Unternehmensbegleitung“ konsequent stellen, sind härter und herzlicher: Härter deshalb, weil sie die Themen auf den Punkt bringen und unbarmherzig danach fragen, was möglich, wichtig und notwendig ist. Herzlicher deshalb, weil die externe Unternehmensbegleitung keine „hidden agendas“ verfolgt, die internen Begleitern zum Teil nachgesagt oder vorgeworfen werden; und weil die externe Unternehmensbegleitung glücklich ist, wenn immer es dem Unternehmen gelingt, seine Ergebnisse zu erzielen; während die interne Begleitung schon auch mal einen Nachteil daraus haben könnte.
Dennoch arbeite ich in jedem Unternehmen von Beginn weg daran, die interne Gestaltung des Unternehmenserfolgs zu forcieren und weiter auszubauen – mit dem Ziel, die Arbeit am Unternehmenserfolg auf gleicher Augenhöhe auszubauen und zu sichern, aber auch „Ehrenrunden“ auffangend. Denn natürlich gehe ich davon aus, dass jedes Unternehmen schlussendlich nur noch intern begleitet werden soll – in seiner nachhaltigen, laufenden Erfolgssicherung.
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